Lektion 5 – The Trend is your friend: Die Trendfolgestrategie für Anfänger

Wichtiger Hinweis

Die Trendfolgestrategie ist einfach zu erlernen, leicht durchzuhalten und bietet bei geringem Aufwand eine hohe Trefferquote. Deshalb eignen sich trendfolgende Handelsansätze besonders gut für Einsteiger, obwohl selbst professionelle Vermögensverwalter seit Jahrzehnten mit Trendfolgestrategien arbeiten.


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1. Funktionsweise der Trendfolgestrategie

  • Grundgedanke: Trends sind beständig und setzen sich fort
  • Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung ist signifikant
  • Daraus resultieren hohe „Trefferquoten“
  • Ansatz funktioniert in allen Märkten und Marktlagen gleich

Die alte Börsenweisheit „The trend is your friend“ bringt die grundlegende Annahme der technischen Marktanalyse auf den Punkt: Existierende Trends setzen sich mit einer signifikant größeren Wahrscheinlichkeit fort, als dass sie brechen oder sich umkehren. Diese empirisch belegbare Erkenntnis ist zugleich einfach und mächtig: Sie ermöglicht jedermann die gezielte Suche nach Marktkonstellationen mit attraktivem Chance/Risiko-Verhältnis.

2. Einsteiger lieben die Chartanalyse

Obwohl Trendfolgestrategien nachweislich hohe Trefferquoten und die Erzielung spektakulärer Gewinne ermöglichen, stellt die klassische Chartanalyse die am häufigsten verwendete Trading-Methode für Neulinge dar. Dabei werden Formationen recherchiert, Zyklen analysiert und Unterstützungen bzw. Widerstände eingezeichnet. Dieser Ansatz führt aber unter dem Strich immer wieder zu den gleichen Schwierigkeiten:

  • Geringe Relevanz der Signale
  • Späte Ein- und Ausstiegssignale
  • Geringe Signalhäufigkeit
  • a) Relevanz: Durch die konsequente Interpretation und Anwendung der Chartanalyse ist es oft beim Daytrading dann so, dass es zu sehr wenigen handelbaren Signalen kommt. Wenn zudem rein nach simplen Formationen wie Trendkanäle bzw. Unterstützungen oder Widerstände Ausschau gehalten wird, ist die Signalrelevanz häufig sehr bescheiden. Dadurch sind mit diesen Methoden dauerhaft keine großen Erfolge zu feiern.
  • b) Ein- und Ausstiegssignale: Da viele Chart-Formationen in der Regel erst nach Erfüllung einer Vielzahl an Bedingungen Einstiegs- und Ausstiegssignale generieren, befinden sich diese oftmals bereits weit weg von den lukrativen Extremwerten. Dementsprechend verschlechtert sich aber auch das Risiko-Ertragsprofil der einzelnen Signale, was in der Folge zu einer wesentlich niedrigeren Trefferquote führt.
  • c) Frequenz der Signale: Die erfolgversprechendsten Chartformationen treten relativ selten auf, da zuerst eine hohe Zahl an Bedingungen erfüllt sein müssen. Das Ausbleiben einzelner Voraussetzungen einer solchen Formation oder Widerstandes, kann das Signal unbrauchbar machen und zu Verlusten führen. Gerade beim kurzfristigen Trading stellt dies ein Problem dar, da damit die Signalhäufigkeit deutlich abnimmt.

Hüten sie sich also vor der laxen Anwendung von einfachen Charttechniken!

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3. Interessante Ergänzungen zur traditionellen Charttechnik

Die Absicht einer erfolgversprechenden Strategie muss es also sein diese drei Schwächen der klassischen Charttechnik zu kompensieren. In diesem Zusammenhang sollte man keinesfalls vergessen, dass Elemente, wie die volkswirtschaftliche Lage oder die Unternehmensentwicklung, die in höheren Zeitfenstern von Bedeutung sind, beim ultrakurzen Trading komplett bedeutungslos sind. Ein sinnvoller Zusatz ist die Kombination von Chartanalyse mit Trendfolgestrategien mit hohen Trefferquoten. Diese Kombination ermöglicht noch effektiver mit 60 Sekunden Optionen zu handeln.

60 Sekunden Trendfolgestrategie

Ein Trendmarkt

Themenicon: lektion_02Ein Trend lässt sich zwar mathematisch exakt definieren, dennoch geht es auch ohne die hohe Mathematik. Um tatsächlich hohe Trefferquoten zu erzielen ist es daher wichtig erst dann zu handeln, wenn ein Trend eindeutig festgestellt werden konnte. Dazu muss die Preisverlauf des Basiswertes schon länger und ohne Zweifel in eine bestimmte Richtung zeigen. Eine Möglichkeit dies festzumachen ist mithilfe einer Abfolge steigender Hochs und Tiefs bei einem Aufwärtstrend oder der Abfolge niedriger Tiefs und Hochs bei einem Abwärtstrend. Wichtig ist auch, dass die bisherige Preisentwicklung nicht nur einen Trend nahelegt, sondern auch, dass das charttechnische Bild eine Fortsetzung dieser Tendenz erwarten lässt.

Besonders im Aktienhandel aber auch bei Währungen oder Devisen werden Trendfolgestrategien verstärkt eingesetzt. Denn diese Märkte zeichnen sich in der Regel durch trendbehaftete Entwicklungen in fast allen Zeithorizonten aus.

4. Gründe für die Entstehung von Trends

Themenicon: lektion_01Der Grund für den Erfolg von Trendfolgestrategien liegt in der Tatsache, dass sich die Mehrheit der Marktteilnehmer in der Regel in gleicher Weise verhält. Weist also eine bestimmte Aktie oder Währung einen klaren Trend auf, wird dieser von anderen Marktteilnehmern auch erkannt, diese schließen sich dann diesem an und bewirken damit eine Fortsetzung der Bewegung. Die Idee ist also der großen Masse der Händler zu folgen und damit von der Trägheit dieser zu profitieren um Gewinne zu erzielen. Für Dich als Händler geht es bei diesem Ansatz darum mit den Wahrscheinlichkeiten zu spielen. Durch das Eröffnen vieler kleinerer Positionen in Richtung des jeweiligen Trends, wirst Du in Summe tolle Profite generieren. Auch bei einer Trendfolgestrategie ist es nämlich nicht möglich, Gewinne für sämtliche Positionen zu garantieren. Daher ist es auch so wichtig mit striktem Money-Management das Kapitalrisiko stets zu kontrollieren. Aus dieser Warte sollte also auch niemals mehr als 5% des zur Verfügung stehenden Kapitals riskiert werden. Wenn Du zum Beispiel 10.000€ auf dem Handelskonto hast, sollten auch nie mehr als 500€ für den Kauf einer 60 Sekunden Option aufgewendet werden. So kannst Du Dir auch verlustreiche Trades erlauben ohne dass deine Kapitaldecke jemals in Gefahr geraten würde. Durch die Mehrzahl an gewinnträchtigen Positionen wird das Portfolio unter dem Strich sowieso ein deutliches Plus hervorbringen.

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5. Nutzung von Indikatoren

Themenicon: lektion_07Zur Bestimmung von Trends können auch Indikatoren Einsatz finden. Beispiele hierfür sind die gleitende Durchschnitte, der Moving Avergence Convergence Divergence Index (MACD), der Average Directonal Index (ADX) oder die Oszillatoren wie der Relative Strength Index (RSI).

Am Beispiel der Kombination der gleitenden Durchschnitte mit dem MACD, werden wir die Nutzung solcher Indikatoren erklären. Die Handhabung ist in diesem Fall sehr einfach. Es wird ein gewichteter gleitender Durchschnitt über 10 Minuten und der MACD mit den Parameter 13, 50, 18 kombiniert. Befindet sich der aktuelle Kurs über dem gleitenden Durchschnitt und der MACD oberhalb der Signallinie wird ein Long-Signal generiert. Im Fall eines Verkaufssignals muss der aktuelle Kurs unterhalb des gleitenden Durchschnitts liegen und der MACD unterhalb der Signallinie. Divergenzen entstehen dann wenn zwar die Kurse steigen, aber der MACD nicht im Gleichschritt zulegen kann bzw. sogar abwärts gerichtet ist. Ist dies der Fall, so ist von einem Long-Signal abzuraten bzw. sollte mit dem Gedanken gespielt werden bestehende Positionen zu schließen. Spiegelverkehrtes gilt natürlich auch für den Abwärtstrend.

6. Warum Trendfolgestrategien für Anfänger zu empfehlen sind

Themenicon: bester_brokerDer große Vorteil für Trading-Neulinge ist das geringe Risiko welches man mit Trendfolgestrategien eingeht. Zudem weisen diese Strategien wesentlich höhere Trefferquoten als andere Methoden. Wie bereits erwähnt ist aus Gruppen-psychologischen Ursachen eine Fortsetzung des Trends wesentlich wahrscheinlicher als dessen Umkehr. Die große Herausforderung besteht also darin einen Trend auch korrekt zu erkennen und dafür ist auch ein gewisses Mindestmaß an Erfahrung normalerweise notwendig. Daher ist es auch so wichtig zuerst einmal auf Demokontos, welche von vielen Brokern angeboten werden, zu üben und die gewählten Strategien ausgiebig zu testen. Wenn dann der Umstieg auf richtiges Kapital erfolgt, sollte dennoch zuerst wenig Kapital verwendet werden und dann später erst Schritt für Schritt der Kapitaleinsatz erhöht werden.

7. Wie erfolgt die Umsetzung der Trendfolgestrategie aus?

Themenicon: lektion_04Die Trendfolgestrategie lässt sich relativ einfach mit Call- und Put-Optionen abbilden. Hierzu werden bei einem Aufwärtstrend Call-Optionen gekauft, bei einem Abwärtstrend Put-Optionen. Wichtig bei dieser Strategie ist es wie bereits erwähnt den Trend richtig zu bestimmen. Die Charts sind hier selbstverständlich ein wichtiges Instrument der Trendfolgestrategie, denn an diesen bzw. an bestimmten Trendkanälen lassen sich die Trends erst erkennen und ablesen. Ist ein Trend bereits gegeben, ist es einfach, sich für eine Call- oder Put-Option zu entscheiden.

Die Trendfolgestrategie ist deshalb auch so beliebt, weil sie sich in der Vergangenheit schon sehr häufig als erfolgreich beweisen konnte. Mathematisch ist die Effizienz der Strategie leicht zu belegen, da an den Märkten immer wieder Trends zu finden sind, die dann auch oftmals wesentlich länger anhalten als alle Analysten erwarten. Die größte Herausforderung besteht bei diesem Ansatz darin, zu erkennen, wann ein Trend entstanden ist. Es geht hier also darum, möglichst das perfekte Timing für den Kauf bzw. Verkauf des Wertpapieres zu bestimmen. Dazu wird versucht den idealen Kaufzeitpunkt, in Bezug auf die Option bzw. den Basiswert, zu erreichen.

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Da dies insbesondere für längere Zeiträume ziemlich schwierig ist, wird die Trendfolgestrategie häufig im Bereich der kurzen Laufzeiten und hier speziell für 60 Sekunden Optionen genutzt. Entwickelt sich die Option die man gekauft hat so wie man erwartet hat, erhält man eine entsprechend attraktive Rendite. Entwickelt sie sich jedoch anders, so wird man einen vollständigen Verlust erleiden. Um aber diesen Verlust möglichst gering zu halten, ist es insbesondere für Anfänger wichtig, den Kapitaleinsatz relativ bescheiden zu halten. Auch wichtig ist für Anfänger, den richtigen Broker zu finden. Einen also der den Trading-Neuling mit nur minimalem Mindesteinsatz lernen lässt und zudem eine breite Palette an Investitionsprodukte anbietet. Damit kann der Trading-Neuling stets den interessantesten Markt auswählen.

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8. Trefferquote erhöhen durch Trendkanäle

lektion_05Wenn Du in einem Aufwärtstrend eine Call-Option kaufst, liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit bei mehr als 50 Prozent. Für Put-Optionen gilt im Abwärtstrend analog dasselbe. Durch eine Optimierung der Einstiegssignale lässt sich die Trefferquote jedoch deutlich erhöhen.

Ein wichtiges Werkzeug für eine höhere Trefferquote sind Trendkanäle. Trendkanäle können als perfektionierte Trendlinien definiert werden. Wenn man neben der Trendlinie sogar einen Trendkanal hat, kann man nicht nur die Richtung der Tendenz bestimmen, sondern auch noch die zu erwartende Schwankungsbreite der Kurse. Damit können die Ein- und Ausstiegszeitpunkte noch weiter optimiert werden. Die den Trendkanal bildende Trendlinien sind idealerweise parallel einzuzeichnen. Im Idealfall sollte Positionen immer in Richtung des Trendkanals eröffnet werden. Ein Ausbruch gegen den dominanten Trend, ist aber ein Warnsignal und kann von erfahrenen Händlern auch als Kontra-Trend Signal eingesetzt werden. Dies sollte aber nur in Ausnahmefällen und durch Profis mit reichlich Handelserfahrung getan werden.

9. Trends mit hoher Qualität suchen

Themenicon: broker_vergleichAuch innerhalb eines Trends schwanken die Kurse. Die Wahrscheinlichkeit steigender Kurse in einem Aufwärtstrend ist besonders hoch, wenn sich der Markt im unteren Bereich des Trendkanals befindet: Dann wirkt die beständige (Markt-)Kraft des Trends besonders stark. Da aber sogar während starker Trend es immer wieder zu Konsolidierungen kommt, ist es besonders wichtig diese Phasen zu vermeiden und erst wieder bei Fortsetzung des Trends aufzuspringen. Dazu ist es wichtig die Qualität des Trends auch richtig einzuordnen. Hierfür stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Besonders beliebt ist der Einsatz des ADX um die Stärke und Güte des Trends zu bestimmen. In fast allen Software Paketen wirst Du ihn finden können. Die Interpretation dieses Indikators ist relativ simpel. Wie gesagt zeigt der ADX die Stärke der Bewegung an, gibt aber keine Auskunft über die zu erwartende zukünftige Entwicklung. Der ADX sollte mit Chartanalyse kombiniert werden. Denn der ADX gibt nur Auskunft über die Stärke und die Güte es Trends. Nicht aber über die Richtung. Die Interpretation und Vorgehensweise ist bei ADX wie folgt:

  • Wenn der ADX-Wert unterhalb von 20 ist: Liegt noch kein Trend vor. Es ist von einer seitwärts gerichteten Bewegung auszugehen. Tue nichts.
  • ADX schneidet von unten kommend die 20er Marke: Anzeichen, dass sich ein Trend entwickeln könnte. Sei achtsam und je nach Richtung des Preisverlaufes erwäge einen baldigen Einstieg.
  • ADX-Wert zwischen 20 und 40: Wenn der ADX zwischen 20 und 40 ansteigt, dann ist dies eine weitere Bestätigung dass sich ein Trend gerade entwickelt. Kaufe oder verkaufe nur in die Richtung des vorherrschenden Trends. Vermeide die Verwendung von Oszillatoren wie den RSI oder andere Indikatoren und verwende stattdessen die passenden gleitenden Durchschnitte.
  • ADX-Wert oberhalb von 40: Ein starker Trend (Aufwärts- oder Abwärts) hat sich entwickelt.
  • ADX-Wert oberhalb von 50: Extrem starker Trend.
  • ADX- Wert oberhalb von 70: Hier handelt es sich um einen Supertrend. Dieser kommt sehr selten vor. Wenn Du einmal einen derartig starken Trend vorfindest, gehe bezüglich deines Money-Managements wesentlich aggressiver vor als sonst üblich.

10. Fazit: Mit der Trendfolgestrategie zu mehr Erfolg

Themenicon: lektion_03Deine Trefferquote wird umso höher sein, je signifikanter der Trend ist, den Du handelst. Eine Trendlinie ist umso signifikanter, je häufiger sie bereits getestet wurde. Ein solcher Test liegt vor, wenn der Markt sich bis möglichst nah an seine Trendlinie bewegt und anschließend die Trendrichtung umkehrt. Bei Trendfolgestrategien ist die größte Herausforderung den Trend auch richtig einzuordnen. Wenn Dir dies gelingt, sind die nächsten Schritte verhältnismäßig einfach. Denn dann musst Du nur mehr mithilfe von 60 Sekunden Optionen Positionen in die Richtung des vorherrschenden Trends eröffnen. Damit wirst Du dem Ziel der finanziellen Unabhängigkeit gleich mehrere Schritte näher kommen!

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Bilderquellen:
– Wikipedia

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