Lektion 7: Traden gegen den Trend: Die Kontra-Trend-Strategie (Profi)

Wichtiger Hinweis

Handle niemals gegen den vorherrschenden Trend: Diese Börsenregel gilt im Handel mit den sehr kurzfristigen 60 Sekunden Optionen nicht immer. Manche Konstellationen machen auch in einem steigenden Markt fallende Kurse kurzfristig deutlich wahrscheinlicher: Ein kurzfristiger Bruch der Trendlinie, ein überkaufter bzw. „überhitzter“ Markt und Kreuzwiderstände. Manche Signale liefern sogar frühzeitig Hinweise auf einen bevorstehenden Trendwechsel.

Kontra-Trend-Strategie im Überblick

  • Möglichkeit I: Korrektur innerhalb des bestehenden Trends
  • Möglichkeit II: Umkehr/Bruch des bestehenden Trends
  • Identifikation anhand von Chart- und Markttechnik
  • Nachteil: Geringere Trefferquote ohne höhere Prämien

Handelsstrategien, die sich gegen den vorherrschenden Trend richten, bergen im Handel mit 60 Sekunden Optionen (und im Übrigen mit allen anderen binären Optionen auch) einen Nachteil: Der geringeren Trefferquote steht keine höhere Prämie im Gewinnfall gegenüber. Im Handel mit Aktien, Währungen etc. wird die frühzeitige Antizipation von  Korrekturen und Trendwechseln durch höhere Gewinne vergütet. Auf gewöhnliche Digitaloptionen trifft das nicht zu, allerdings gibt es so genannte High-Yield-Optionen, mit den Renditen von mehreren Hundert Prozent erzielt werden können, sodass auch Strategien mit geringeren Trefferquoten profitabel sein können. Diese Art von binären Optionen ist aber im 60 Sekunden Handel nicht üblich.

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Wie funktioniert die Kontra-Trend-Strategie?

lektion_07Für den Handel mit 60 Sekunden Optionen ist maßgeblich, dass der Markt sich gegen den vorherrschenden Trend bewegt. Ob es sich bei dieser Bewegung um eine Korrektur oder um einen Trendwechsel handelt, ist von untergeordneter Rolle und zumeist erst im Nachhinein ersichtlich.

(Kreuz-)Widerstände

Die Wahrscheinlichkeit einer Bewegung gegen den Trend ist groß, wenn  der Markt direkt unter einem Widerstand notiert. Je signifikanter der Widerstand ist, desto besser: Im Idealfall liegt ein Kreuzwiderstand, bestehend aus der oberen Linie eines Trendkanals und einem horizontalen, mehrfach getesteten Widerstand vor.

Bruch der Trendlinie

Du kannst gegen den Trend handeln, wenn der Markt seine Trendlinie durchbricht. Der kurzzeitige Durchbruch ist zwar charttechnisch nicht mit einem endgültigen Trendbruch gleichzusetzen. Doch insbesondere, wenn der Gesamtmarkt am jeweiligen Tag in Richtung des Trendbruchs tendiert sind Kursbewegungen in diese Richtung zunächst wahrscheinlicher.

Überkaufter Markt

Korrekturen innerhalb des bestehenden Trends sind insbesondere dann wahrscheinlich, wenn der Markt überhitzt ist. Diese „Überhitzung“ wird in der technischen Analyse mit diversen Überkauft/Überverkauft-Indikatoren, darunter RSI und Stochastik, gemessen. Für den Handel mit 60 Sekunden Optionen gegen den Trend bieten sich Bollinger Bänder als Indikator an: Nähert sich der Kurs dem oberen Band, ist eine Bewegung zum unteren Band kurzfristig wahrscheinlich, das gleiche gilt umgekehrt für eine Annäherung an das untere Band.

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